Millionen nicht verschenken

Heidenroder Grün warnen davor, die Bedingungen des Landes abzulehnen

(haw). „Nicht noch einmal Millionen verschenken“ - mit dieser Warnung reagieren die Heidenroder Grünen auf die Kritik des FDP-Fraktionsvorsitzenden Arno Brandscheid am Bescheid des Hessischen Innenministers über eine Zuweisung aus dem Landesausgleichsstock.

Brandscheid hatte vor steigenden Belastungen der Bürger gewarnt, sollte die Gemeinde die vom Innenminister aufgestellten Bedingungen erfüllen. Weil der Fehlbetrag in den Haushalten das Ergebnis eines Missverhältnisses zwischen den gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben der Gemeinde und den zur Verfügung gestellten Finanzmittel sei, müsse das Land den kompletten Fehlbetrag in Höhe von 4,5 Millionen Euro übernehmen, so Brandscheids Forderung.

 

Für dieses von Brandscheid angestimmte „Klagelied“ haben die Grünen indes wenig Verständnis. Die weit über 30 Millionen Euro Schulden der Gemeinde seien auch durch eigene Fehlentscheidungen in der Vergangenheit entstanden, heißt es in einer Presseerklärung. Darauf hatten die beiden Grünen-Gemeindevertreter Thomas Giebel und Hans-Jürgen Bertram bei den Haushaltsberatungen stets hingewiesen und Sparvorschläge und Einnahmeverbesserungen beantragt. Geradezu „beschwörend“ habe man eine konsequente Sparsamkeitsmentalität angemahnt. Dies habe die Mehrheit aus CDU, BIH und FDP jedoch fast immer abgelehnt, ruft Bertram in Erinnerung.

Bereits der vor zwei Jahren bewilligte Zuschuss von 1,654 Millionen Euro sei angesichts der klaren, von Heidenrod nicht erfüllten Anforderungen, überraschend gewesen. Die Entscheidung sei wohl mit der stillschweigenden Anerkennung der strukturellen Nachteile der Flächengemeinde begründet, vermuten die Grünen. 8000 Einwohner in 19 Ortsteilen auf einer Fläche so groß wie Frankfurt mit fast 90 Kilometern gemeindeeigene Straßen: Das seien finanzielle Belastungen und Nachteile, die bei der Gemeindereform der 70er Jahre wohl noch niemand habe absehen können.

Doch der Innenminister habe mit der Gewährung des Zuschusses keinen Ausgleich struktureller Nachteile beabsichtigt. Vielmehr habe er erhebliche Auflagen zur Bedingung gemacht mit dem Ziel, die Eigenanstrengungen der Gemeinde zur Verbesserung ihrer finanziellen Situation zu erhöhen.

Der Gemeindevorstand habe versucht, die Auflagen vor allem bei den Gebühren im Wasser- und Abwasserbereich zum Teil zu erfüllen und sei dabei von den Grünen unterstützt worden. Die große Mehrheit des Gemeindeparlaments sei diesen „moderaten Vorschlägen der Verwaltung und des Gemeindevorstandes leider nicht gefolgt, obwohl die Gefahr auf der Hand lag, dass Landeszuschüsse überhaupt nicht mehr oder nur noch in wesentlich geringerem Umfang gezahlt werden“.

Und so sei es nun auch gekommen: Für drei Jahre gebe es nur noch 1,1 Millionen Euro. Damit sei der Zuschuss um die Summe verringert, die der Gemeindevorstand als Einnahmeverbesserung vorgeschlagen hatte - jährlich etwa 350 000 Euro. Für drei Jahre seien dies 1,05 Millionen. Hätten CDU, BIH und FDP nicht auf diese Einnahmen verzichtet, käme also noch einmal die gleiche Summe vom Land dazu, insgesamt 2,1 Millionen Euro. So steigen nicht nur die Schulden und Zinsen um jährlich weit mehr als zwei Millionen Euro, sondern die mögliche Entlastung aus Landesmitteln verringert sich selbstverschuldet.

Wer nun auch noch dazu aufrufe, die Auflagen des Ministeriums wiederum nicht zu erfüllen, der „verschenke“ nicht nur die 1,1 Millionen, sondern setze die Zuschüsse des Landes für die strukturschwache Gemeinde Heidenrod auch für die kommenden Jahre ersatzlos aufs Spiel. „Das hieße erneut Millionen verschenken“, warnen die Grünen abschließend.

Quelle

Millionen nicht verschenken (Wiesbadener Tagblatt, 27.08.2010)

Zurück



Springer News

 

Der SCC präsentiert Ramon Chormann - De Pälzer

Nach seinen beiden Erfolgsprogrammen HAUSMACHER, in dem es buchstäblich um die Worscht ging, und SCHNUUDEMACHER, in dem "de Pälzer" die Gesichter und Grimassen seiner Mitmenschen analysierte, schaut er nun in seinem dritten Bühnenprogramm "Des isses jo!" den Leuten wieder "aufs Maul". Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass man "Des isses jo!" in einem Gespräch fast immer antworten kann? Es gibt aber eine Menge weiterer Floskeln, über sich Ramon Chormann "uffreescht" und in Rage babbelt und diese allgemein gebrauchten Oberflächlichkeiten persifliert und als roten Faden durch das ganze Programm zieht. Natürlich gibt es auch wieder viele Alltagsgeschehnisse, die er im (oft spontanen) Dialog mit dem Publikum verarbeiten muss: Ob Sonderangebote in Angebotsblättchen, Probleme bei der Pfandflaschenrückgabe, Diäten, den Benzinpreis, und selbstverständlich eines seiner Lieblingsthemen Ordnung bzw. Unordnung. Es Zuchtheislers Annemarie un es Dummbeitels Heinz dürfen dabei nicht fehlen und musikalisch wird es auch mit neuen Liedern wie "Babbel net un mach doch einfach", "Unromantisch" über das Pech mit unromantischen Frauen oder die Helden-Träumerei, in der er so gern James Bond wäre, doch jeder sagt nur: "Geh heim Agent".

Quelle: Zeitungszitate

Am 28. September 2012

kommt der Mundart-Comedian

zum SCC-Springen nach Heidenrod-Springen.

 

Der Kartenvorverkauf zum Comedy-.Abend ist am Sonntag, 06. Mai 2012 um 11 Uhr in der Dornbachhalle.

Auflagen trifft Vereine hart

Die Auflagen, die an die Zuwendungen aus dem Landesausgleichsstock geknüpft sind, treffen die Vereine hart. Sollten die zukünftigen Gebühren von 10 - 20 Euro pro Stunde für die Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser bestehen bleiben, würde dies das Aus für viele Aktivitäten und womöglich auch für die Vereine selbst bedeuten.Wir halten euch hier in unregelmäßigen Abständen über die Problematik auf dem Laufenden.Petition zur Vorlage beim Hess. Ministerium des Innern und für Sport, Herrn Minister Boris Rhein Petition NutzungsentgelteAnschreiben zur aktuell auch in eurem Ortsteil laufenden Unterschriftenaktion: Anschreiben Unterschriftensammlung Zu den einzelnen Artikeln geht es hier lang

Dorffest 2009 - Rückblick

200 ehemalige Mitbürger kehren beim Dorffest zurück / Anreise aus Kanada und Norderney

Horst Weber grüßt mit "Moin", wo sonst ein "Guude" üblich ist. Seit 41 Jahren lebt er mittlerweile auf Norderney, das macht die Sprachwahl verständlich. Gut sechs Jahre seines Lebens hat er allerdings in Springen verbracht und dahin ist der 69-Jährige nun zurückgekehrt anlässlich des großen Dorffestes.

Heimatfreunde Springen

Eine Gruppe engagierter Mitbürger gründet den Heimatverein Springen e.V. i.G.

Dieser macht es sich zur Aufgabe, Altes zu bewahren und weiter zu geben an die folgenden Generationen. Vergessenes soll wieder erwachen und es soll ein Zeitdokument über unser Dorf und unseren Landstrich erstellt werden.

Nächste Blutspendetermine in Heidenrod

INFOS HIER